Glossar: Photovoltaik von A bis Z
Fachbegriffe einfach erklärt – von A wie AC bis Z wie Zählerplatz. Ideal für Einsteiger & Profis, die schnell nachschlagen wollen.
AC (Wechselstrom)
Elektrischer Strom, dessen Richtung regelmäßig wechselt. PV-Module erzeugen Gleichstrom (DC), der im Wechselrichter zu Wechselstrom (AC) für das Hausnetz umgewandelt wird.
Abregelung
Gezielte Reduzierung der PV-Leistung, z. B. durch Netzbetreiber-Vorgaben oder Begrenzungen im Wechselrichter, um Netzüberlastungen zu vermeiden.
Anlagenschema
Schematische Darstellung des elektrischen Aufbaus einer PV-Anlage, inklusive Module, Strings, Wechselrichter, Speicher, Schutzkomponenten und Netzanschluss.
Anschlussleistung
Die maximale Leistung, die eine PV-Anlage am Netzanschlusspunkt einspeisen darf. Wird häufig vom Netzbetreiber vorgegeben.
Autarkiegrad
Prozentualer Anteil des Stromverbrauchs, der durch die eigene PV-Anlage inklusive Speicher gedeckt wird. Ein hoher Autarkiegrad reduziert Netzbezugskosten.
Amortisationszeit
Zeitraum, bis sich die Investition in eine PV-Anlage durch Stromkosteneinsparungen und Einnahmen vollständig refinanziert.
Anlagenwirkungsgrad
Gesamtwirkungsgrad einer PV-Anlage unter Berücksichtigung aller Verluste: Temperatur, Verkabelung, Wechselrichter, Modulqualität und Verschattung.
Balkonkraftwerk
Steckerfertige Mini-PV-Anlage (meist 600–800 W), die direkt über eine Steckdose ins Hausnetz einspeist.
Batteriechemie
Bezeichnung für die chemische Technologie eines Speichers, z. B. LFP oder NMC. Sie beeinflusst Sicherheit, Effizienz und Lebensdauer.
Batteriemanagementsystem (BMS)
Elektronische Kontrolleinheit eines Batteriespeichers. Bei Hochvoltsystemen meist eine zentrale externe Steuerbox, die Module überwacht und vor Über-/Unterspannung, Überlast und Übertemperatur schützt.
Batteriekapazität
Speicherbare Energiemenge eines Akkus in kWh. Entscheidend dafür, wie viel PV-Strom zeitversetzt genutzt werden kann.
Batteriewechselrichter
Wechselrichter zur Umwandlung von Batteriespeicher-DC in AC. Nötig bei AC-gekoppelten Speichersystemen.
Blindleistung
Elektrische Leistung, die für die Netzstabilität notwendig ist, aber nicht als nutzbare Energie verbraucht wird. Wird vom Wechselrichter automatisch geregelt.
Bypass-Diode
Schutzdiode in PV-Modulen, die Ertragsverluste bei Teilverschattung reduziert und Hotspots verhindert.
Bautenschutzmatte
Unterlage bei Flachdach-Aufständerungen, die die Dachhaut schützt und Druckkräfte gleichmäßig verteilt.
C-Rate
Kennzahl für die Lade- und Entladegeschwindigkeit eines Batteriespeichers. Eine C-Rate von 1C bedeutet, dass der Speicher in einer Stunde vollständig geladen oder entladen werden kann. Höhere C-Rates ermöglichen schnellere Ladeprozesse, belasten jedoch die Zellen stärker.
Cos-Phi (Leistungsfaktor)
Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung. Der Wert beschreibt, wie effizient elektrische Energie genutzt wird. Wechselrichter müssen häufig einen vorgegebenen Cos-Phi erfüllen, um die Netzstabilität zu unterstützen.
DC (Gleichstrom)
Elektrischer Strom, der konstant in eine Richtung fließt. PV-Module erzeugen immer Gleichstrom, der erst im Wechselrichter zu Wechselstrom (AC) umgewandelt wird.
Degradation
Natürlicher Leistungsrückgang von Solarmodulen über die Jahre. Moderne Module verlieren typischerweise weniger als 0,5 % Leistung pro Jahr.
Dynamische Stromtarife
Tarife mit stündlich wechselnden Preisen basierend auf dem Strombörsenmarkt. Besitzer von PV und Speichern können günstigere Preisphasen optimal nutzen.
Direktverbrauch
Der Anteil des erzeugten PV-Stroms, der direkt im Haushalt verbraucht wird. Ein hoher Direktverbrauch steigert die Wirtschaftlichkeit der Anlage deutlich.
Diffuse Strahlung
Gestreutes Sonnenlicht, das auch ohne direkte Sonneneinstrahlung Stromerzeugung ermöglicht. Besonders wichtig für Erträge an bewölkten Tagen und im Winter.
DC-Trennschalter
Schaltgerät zur sicheren Trennung der PV-Strings vom Wechselrichter. Wichtig für Wartung, Fehlersuche und im Notfall zur Spannungsfreischaltung.
Einspeiseleistung
Die maximale elektrische Leistung, die von der PV-Anlage ins öffentliche Netz eingespeist werden darf. Wird häufig durch den Netzbetreiber oder die Größe des Wechselrichters begrenzt.
Einspeisemanagement
Regelungen, nach denen der Netzbetreiber die Einspeiseleistung einer PV-Anlage reduzieren darf, um die Netzstabilität sicherzustellen. Dazu gehören z. B. ferngesteuerte Abregelungen.
Eigenverbrauch
Der Anteil des erzeugten PV-Stroms, der direkt im Haushalt genutzt wird. Ein hoher Eigenverbrauch erhöht die Wirtschaftlichkeit der Anlage, besonders in Kombination mit einem Speicher.
Energiemanagementsystem (EMS)
Steuerungseinheit, die PV, Speicher, Verbraucher und ggf. dynamische Stromtarife intelligent koordiniert. Optimiert Eigenverbrauch, Lade- und Entladezeiten sowie den Netzbezug.
Entladeleistung
Die maximale Leistung, mit der ein Batteriespeicher Energie abgeben kann. Entscheidend dafür, welche Verbraucher gleichzeitig versorgt werden können.
Entladetiefe
Gibt an, wie viel der Batteriekapazität effektiv genutzt werden kann. Eine hohe Entladetiefe (z. B. 90–100 %) bedeutet mehr nutzbare Energie und ist typisch für moderne Lithiumspeicher.
Frequenz
Die Netzfrequenz (in Europa 50 Hz) bestimmt den Takt des Stromnetzes. Wechselrichter müssen sich exakt daran anpassen, um einspeisen zu dürfen.
Fehlerstromschutzschalter (FI/RCD)
Schutzeinrichtung, die bei einem Fehlerstrom – etwa durch Isolationsfehler – den Stromkreis sofort trennt. Wichtig für sicheren Betrieb von PV-Anlagen.
Fernüberwachung
Digitale Überwachung der PV-Anlage per App oder Webportal. Erlaubt Leistungsanalyse, Fehlermeldungen und oft auch Fernkonfiguration des Wechselrichters.
Generatoranschlusskasten (GAK)
Verteiler- und Schutzbox für PV-Strings. Enthält Sicherungen, Überspannungsschutz und die Zusammenführung aller DC-Leitungen vor dem Wechselrichter.
Generatorleistung
Die Gesamtleistung des PV-Generators in kWp, also die Summe der Nennleistungen aller installierten PV-Module.
Globalstrahlung
Gesamte auf eine Fläche treffende Sonnenenergie, bestehend aus direkter und diffuser Strahlung. Zentrale Größe für PV-Ertragsberechnungen.
Grundlast
Dauerhaft vorhandener Stromverbrauch eines Haushalts, z. B. durch Kühlschrank, Router oder Standby-Geräte. Wichtig für Speicher- und Anlagenplanung.
Glas-Glas-Modul
PV-Modul, bei dem Vorder- und Rückseite aus Glas bestehen. Besonders robust, langlebig und weniger anfällig für Mikrorisse und Feuchtigkeit.
Glas-Folie-Modul
Standardaufbau eines PV-Moduls: Glas auf der Vorderseite, Kunststofffolie (Backsheet) auf der Rückseite. Leichter als Glas-Glas-Module.
Generatorfeld
Alle PV-Module einer Anlage, die zusammen den PV-Generator bilden. Grundlage für elektrische Auslegung und Ertragsberechnung.
Gleichstromkreis
Der gesamte DC-Bereich einer PV-Anlage zwischen Modulen, Strings und Wechselrichter. Beinhaltet Leitungen, Steckverbindungen und Schutzkomponenten.
Hochvolt-Batterie
Batteriesystem mit hoher Spannungsebene (typisch 150–500 V). Ermöglicht effizientere Energieübertragung, hohe Lade- und Entladeleistungen sowie geringere Leitungsverluste.
Hybridwechselrichter
Wechselrichter, der PV-Anlage und Batteriespeicher in einem Gerät kombiniert. Ermöglicht Eigenverbrauchsoptimierung, Speichereinbindung und Energiemanagement.
Hotspot
Lokale Überhitzung einer Solarzelle, verursacht durch Verschattung oder Zellschäden. Führt zu Leistungseinbußen und kann langfristig das Modul beschädigen.
Hausanschlusskasten (HAK)
Zentraler Übergabepunkt zwischen Stromnetz und Gebäudeinstallation. Hier befinden sich die Hauptsicherungen und der Netzanschlusspunkt einer PV-Anlage.
HJT-Zelle (Heterojunction)
Moderne Zelltechnologie aus kristallinem Siliziumkern mit amorphen Siliziumschichten. Sehr hohe Effizienz, geringer Temperaturkoeffizient und starke Leistung bei Schwachlicht.
Heizstab / PV-Überschussheizung
Elektrischer Heizstab zur Warmwasserbereitung mit PV-Überschuss. Reduziert den Netzbezug und steigert den Eigenverbrauch der PV-Anlage.
Heiztechnologie (Batteriespeicher)
Integrierte Heizsysteme in Speichern ermöglichen das sichere Laden bei niedrigen Temperaturen. Wichtig bei Außenmontage und in kalten Klimazonen.
Inselanlage
PV-System, das unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben wird. Nutzt meist Batteriespeicher und Laderegler für eine autarke Stromversorgung.
IP-Schutzklasse
Kennzeichnung des Schutzgrades gegen Staub und Wasser. Wichtige Angabe für Wechselrichter, Steckverbindungen und Komponenten im Außenbereich.
Isolationsüberwachung
Schutzfunktion, die Fehlerströme und Isolationsfehler im DC-Kreis erkennt. Erhöht die Betriebssicherheit und hilft, Schäden oder Brände zu vermeiden.
I-V-Kennlinie
Strom-Spannungs-Kennlinie eines PV-Moduls oder Strings. Grundlage für die Bestimmung des Maximum Power Points und zur Analyse von Erträgen und Fehlern.
Inbetriebnahmeprotokoll
Dokumentation aller Messwerte, Prüfungen und Einstellungen bei Erstinbetriebnahme einer PV-Anlage. Wichtig für Gewährleistung und Netzanschluss.
Inselwechselrichter
Wechselrichter, der ein eigenes Stromnetz erzeugen kann – unabhängig vom öffentlichen Netz. Wird bei autarken Anlagen oder Notstromsystemen eingesetzt.
Infrarotthermografie
Diagnoseverfahren zur Erkennung von Hotspots, Zellschäden oder Kontaktproblemen an PV-Modulen. Wird mit Wärmebildkamera durchgeführt.
Isolationswiderstand
Widerstand zwischen aktiven Leitern und Erde im DC-Kreis. Ein zu niedriger Wert weist auf Feuchtigkeit, Kabelschäden oder Moduldefekte hin.
Jahresertrag
Die von einer PV-Anlage innerhalb eines Jahres erzeugte Energiemenge in kWh. Wichtige Kennzahl für Wirtschaftlichkeit und Performancebewertung.
Junction Box
Elektrische Anschlussdose auf der Rückseite eines PV-Moduls. Enthält Bypass-Dioden und verbindet die Zellstrings mit den Ausgangsleitungen des Moduls.
Kilowattpeak (kWp)
Nennleistung von PV-Modulen bzw. des gesamten Generators unter Standard-Testbedingungen. Zentrale Größe für Planung und Vergleich von PV-Anlagen.
Kurzschlussstrom (Isc)
Maximaler Strom eines Moduls oder Strings bei kurzgeschlossener Last. Wichtig für die Auslegung von Sicherungen, Leitungen und DC-Komponenten.
Kennlinie (I-V-Kennlinie)
Beschreibt das Strom-Spannungs-Verhalten eines PV-Moduls oder Strings. Grundlage für Maximum Power Point, Ertragsbewertung und Fehleranalyse.
Kabelquerschnitt
Dimension der elektrischen Leitungen im DC- und AC-Bereich. Beeinflusst Spannungsfall, Erwärmung und Betriebssicherheit von PV-Anlagen.
Kilowattstunde (kWh)
Maßeinheit für elektrische Arbeit. Wichtige Größe zur Bewertung von Energieerträgen, Speicherkapazität und Stromverbrauch.
Kommunikationsprotokoll (CAN / RS485)
Standards für die Kommunikation zwischen Wechselrichter, Speicher und BMS. Entscheidend für Kompatibilität, Steuerung und Datenübertragung.
Kaskadierung
Zähleranordnung, bei der mehrere Stromzähler hintereinander geschaltet werden. Wird z. B. eingesetzt bei PV-Anlagen mit Wärmepumpen oder getrennten Verbrauchsgruppen.
Kriechstrom
Ungewollter Stromfluss über verschmutzte oder feuchte Oberflächen. Kann Isolationsfehler verursachen und wird von der Isolationsüberwachung moderner Wechselrichter erkannt.
Leitungsverluste
Verluste im DC- oder AC-Kabel aufgrund elektrischen Widerstands. Hängen ab von Leitungslänge, Querschnitt und Stromstärke und beeinflussen die Effizienz einer PV-Anlage.
Leerlaufspannung (Voc)
Spannung eines Moduls oder Strings ohne angeschlossene Last. Wichtiger Parameter für die Auslegung der maximal zulässigen Eingangsspannung des Wechselrichters.
Ladezyklen
Anzahl vollständiger Lade- und Entladevorgänge, die ein Batteriespeicher über seine Lebensdauer bewältigen kann. Zentrale Kenngröße für Speicherqualität und Haltbarkeit.
Lastprofil
Verlauf des Stromverbrauchs über den Tag oder das Jahr. Wichtig für die Auslegung von Speicher, PV-Anlage und Energiemanagementsystem.
Leistungsoptimierer
DC-DC-Geräte auf Modulebene, die Verschattungseinflüsse reduzieren und jeden MPP einzeln regeln. Verbessern Ertrag und Überwachung einzelner Module.
Lithium-Eisenphosphat (LFP)
Batterietechnologie mit hoher Zyklenfestigkeit, thermischer Stabilität und langer Lebensdauer. Heute Standard bei vielen Heimspeichern.
Lastmanagement
Steuerung elektrischer Verbraucher wie Wallbox, Wärmepumpe oder Haushaltsgeräte, basierend auf PV-Erzeugung oder Netzsituation zur Optimierung des Eigenverbrauchs.
Ladeleistung
Maximale Leistung, mit der ein Batteriespeicher geladen werden kann. Wichtiger Parameter für die Abstimmung zwischen PV-Anlage, Wechselrichter und Speicher.
Laderegler
Komponente in Inselanlagen, die den Energiefluss zwischen PV-Modulen und Batterie steuert. Moderne MPPT-Laderegler maximieren den Energieertrag.
Lichtbogen
Elektrischer Überschlag, der durch schlechte Kontakte oder beschädigte Leitungen im DC-Kreis entstehen kann. Hohe Brandgefahr; moderne Wechselrichter bieten Lichtbogenerkennung (AFCI).
MPP (Maximum Power Point)
Arbeitspunkt eines PV-Moduls oder Strings, an dem die maximale Leistung abgegeben wird. Ändert sich laufend mit Temperatur und Einstrahlung.
MPPT (Maximum Power Point Tracking)
Regelverfahren in Wechselrichtern und Ladereglern, das den optimalen Arbeitspunkt automatisch findet. Entscheidend für hohe Energieerträge.
Modulwirkungsgrad
Verhältnis zwischen eingestrahlter Sonnenenergie und erzeugter elektrischer Energie. Wichtige Kennzahl für die Qualität und Leistungsfähigkeit eines PV-Moduls.
Modulleistung
Nennleistung eines PV-Moduls in Wattpeak (Wp). Grundlage für die Berechnung der Generatorleistung und den benötigten Platz auf dem Dach.
Mikrowechselrichter
Kleine Wechselrichter, die pro Modul oder kleinem Modul-Cluster arbeiten. Ideal bei Verschattung oder für Balkonkraftwerke, da jedes Modul einzeln optimiert wird.
Startspannung (Anlaufspannung)
Minimale DC-Spannung, die ein Wechselrichter benötigt, um zu starten und Strom zu liefern. Wichtig für korrekte Strangauslegung, besonders bei wenigen Modulen oder niedrigen Temperaturen.
Multistring-Wechselrichter
Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern, die unterschiedliche Ausrichtungen oder Modulfelder separat optimieren können. Ideal bei komplexen Dachflächen.
Nennleistung
Die elektrische Leistung eines PV-Moduls, Wechselrichters oder Speichers unter definierten Standardbedingungen. Grundlage für Systemauslegung und Ertragsberechnung.
Nennspannung
Die typische Betriebsspannung eines Moduls, Strings oder Batteriesystems. Wichtig für die korrekte Auslegung des DC-Bereichs und die Kompatibilität mit Wechselrichtern.
N-Typ-Zelle
Zelltechnologie mit hoher Effizienz, geringerer Degradation und besseren Temperaturwerten als P-Typ. Grundlage moderner TOPCon- und HJT-Module.
Nulleinspeisung
Betriebsmodus, bei dem keine Energie ins öffentliche Netz eingespeist wird. Wird über Smart Meter geregelt und ist relevant bei Mietobjekten oder Netzauflagen.
Notstromfunktion
Versorgt ausgewählte Verbraucher bei Stromausfall über eine separate Notstromsteckdose oder einen kleinen Stromkreis. Meist einphasig und begrenzter Leistung.
Netzersatzbetrieb (Ersatzstrombetrieb)
Der Wechselrichter erzeugt ein eigenes Inselnetz und kann das gesamte Haus oder große Verbraucher versorgen. Leistungsfähigere Variante gegenüber der reinen Notstromfunktion.
Netzparallelbetrieb
Normale Betriebsart einer PV-Anlage, bei der PV-Erzeugung und öffentliches Netz gleichzeitig genutzt werden. Standard gemäß VDE-AR-N 4105.
Netztrennung
Mechanische oder elektronische Trennung der PV-Anlage vom öffentlichen Netz, z. B. für Wartung, Sicherheitsabschaltungen oder im Inselmodus.
Off-Grid-System
PV-Anlage ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Nutzt Batteriespeicher und Laderegler zur autarken Versorgung, typischerweise bei Hütten, Gartenhäusern oder mobilen Anwendungen.
Oberschwingungen
Elektrische Netzverzerrungen, die durch nichtlineare Verbraucher oder Wechselrichter entstehen können. Einfluss auf Netzqualität und Geräteverträglichkeit.
Photonen
Lichtteilchen, die beim Auftreffen auf die Solarzelle Elektronen freisetzen und damit den photovoltaischen Effekt auslösen. Grundlage jeder Stromerzeugung aus Sonnenlicht.
PERC-Zelle
Solarzellentechnologie mit passivierter Rückseite („Passivated Emitter Rear Cell“). Lange Standard in der PV, verbessert Wirkungsgrad und Lichtausbeute, wird zunehmend von TOPCon und HJT abgelöst.
Peakleistung
Maximal mögliche Leistung eines PV-Moduls oder Generators unter Standard-Testbedingungen (STC). Wird in Wattpeak (Wp) bzw. Kilowattpeak (kWp) angegeben.
P-Typ-Zelle
Konventionelle Solarzellentechnologie mit bor-dotiertem Silizium. Kostengünstig, jedoch mit höherer Degradation als moderne N-Typ-Zellen.
Polykristallin
Modultyp aus vielen kleinen Siliziumkristallen. Erkennbar an blauem, körnigem Erscheinungsbild. Heute seltener, aber weiterhin im Einsatz.
Potentialausgleich
Elektrische Verbindung leitfähiger Bauteile, um Spannungsunterschiede zu vermeiden und Sicherheit zu gewährleisten. Wichtig bei Montagesystemen und Blitzschutz.
Quanteneffizienz (QE)
Maß dafür, wie viele der einfallenden Photonen in elektrische Ladungsträger umgewandelt werden. Eine hohe Quanteneffizienz bedeutet, dass die Solarzelle besonders effektiv Licht in Strom umwandelt.
Reihenschaltung
Grundlegende Verschaltungsart von PV-Modulen, bei der sich die Spannungen addieren. Basis für die Strangauslegung und passende Wechselrichterwahl.
RISO (Isolationswiderstand)
Widerstand zwischen DC-Leitern und Erde. Ein niedriger RISO-Wert weist auf Feuchtigkeit, Kabelschäden oder Verschmutzung hin und kann den Betrieb stoppen.
Rückstrom
Stromfluss in entgegengesetzter Richtung, z. B. zwischen unterschiedlich verschatteten Strings. Kann Module belasten und Leistung mindern.
Rückstromsperre
Diode oder elektronische Schaltung, die verhindert, dass Strom rückwärts in andere Module oder Strings fließt. Schutzmaßnahme gegen Hotspots und Schäden.
Rückseitenfolie
Schutzschicht auf der Rückseite von Glas-Folie-Modulen. Schützt vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung und mechanischen Belastungen und beeinflusst die Modulhaltbarkeit.
Solarzelle
Grundbauelement eines PV-Moduls, das einfallende Photonen in elektrische Energie umwandelt. Mehrere Zellen ergeben ein Solarmodul.
Solarstrahlung
Gesamte auf eine Fläche treffende Sonnenenergie. Setzt sich aus direkter, diffuser und reflektierter Strahlung zusammen und bestimmt maßgeblich den PV-Ertrag.
String
Reihenschaltung mehrerer PV-Module, wodurch sich die Spannungen addieren. Grundlage jeder DC-Auslegung und Wechselrichteranbindung.
Stringspannung
Gleichspannung eines Modulstrings. Sie muss im zulässigen MPP- und Spannungsbereich des Wechselrichters liegen, um optimal zu arbeiten.
Spannungsfall
Verlust durch den Widerstand von Leitungen. Beeinflusst Effizienz und Sicherheit, daher entscheidend für die Wahl des Kabelquerschnitts.
Schutzklasse / Schutzart
Gibt an, wie gut elektrische Geräte gegen Berührung, Eindringen von Wasser oder Staub geschützt sind. Typische Kennzeichnungen sind IP65 oder Schutzklasse II.
Steckverbinder
Standardisierte DC-Stecksysteme wie MC4, die PV-Module, Strings und Wechselrichter sicher miteinander verbinden. Wichtig für Montage und Betriebssicherheit.
SOC (State of Charge)
Aktueller Ladezustand eines Batteriespeichers in Prozent. Zeigt an, wie viel Energie noch verfügbar ist.
Schieflast
Ungleichmäßige Belastung der drei Phasen im Hausnetz. Kann zu Netzproblemen führen und ist bei einphasigen Großverbrauchern oder Notstrombetrieb relevant.
Speicherkapazität
Menge an Energie, die ein Batteriespeicher aufnehmen kann. Angegeben in Kilowattstunden und entscheidend für Autarkie und Backup-Fähigkeiten.
Systemwirkungsgrad
Gesamtwirkungsgrad der PV-Anlage unter Berücksichtigung aller Verluste, einschließlich Modulen, Leitungen, Wechselrichter und Temperatur.
Schattenmanagement
Softwarefunktion moderner Wechselrichter, die bei Verschattung den optimalen Arbeitspunkt findet und Ertragsverluste minimiert.
Temperaturkoeffizient
Gibt an, wie stark sich die Leistung eines PV-Moduls bei steigender Temperatur verringert. Ein niedrigerer Wert bedeutet bessere Leistung bei Hitze.
Teilverschattung
Verschattung einzelner Bereiche eines Moduls oder Strings. Führt zu Leistungsverlusten, Hotspots und abweichenden MPP-Punkten.
Trennschalter
Vorrichtung zum sicheren Trennen des DC- oder AC-Stromkreises. Erleichtert Wartung und erfüllt wichtige Sicherheitsanforderungen.
Tiefentladung
Übermäßige Entladung eines Batteriespeichers unter die minimale Zellspannung. Kann dauerhaft zu Kapazitätsverlust oder Zellschäden führen.
Thermische Belastung
Erwärmung von Komponenten durch Stromfluss oder Sonneneinstrahlung. Beeinflusst Effizienz, Lebensdauer und Sicherheit von Leitungen, Modulen und Wechselrichtern.
Temperaturabhängigkeit
PV-Module erzeugen bei Hitze weniger und bei Kälte mehr Leistung. Wechselrichter und Speicher reagieren ebenfalls auf Temperaturveränderungen.
Trafo-Wechselrichter
Wechselrichter mit galvanischer Trennung mittels Transformator. Früher weit verbreitet, heute meist durch effizientere trafolose Geräte ersetzt.
U-I-Kennlinie
Grafische Darstellung der Spannung (U) und des Stroms (I) eines PV-Moduls unter verschiedenen Einstrahlungsbedingungen. Grundlage zur Bestimmung von MPP, Leistungswerten und Modulverhalten.
Überspannung
Spannung, die über den zulässigen Grenzwerten eines Moduls, Wechselrichters oder Speichers liegt. Kann durch Blitz, Schalthandlungen oder falsche Stringauslegung entstehen.
Unterkonstruktion
Montagesystem zur Befestigung von PV-Modulen auf Dach oder Boden. Beinhaltet Schienen, Dachhaken, Klemmen und statische Komponenten.
Umschaltbox
Gerät zur automatischen oder manuellen Umschaltung zwischen Netzbetrieb und Ersatzstrombetrieb. Wird bei Hybridwechselrichtern für Backuplösungen eingesetzt.
Überspannungsschutz (SPD)
Schutzgerät zur Ableitung gefährlicher Überspannungen aus Blitzschlag oder Schaltvorgängen. In PV-Anlagen typischerweise als SPD Typ 1 und Typ 2 eingesetzt.
Voc (Leerlaufspannung)
Die Spannung eines PV-Moduls ohne angeschlossene Last. Wichtig für die maximale Stringspannung und die Auslegung im Winterbetrieb.
Vmp (MPP-Spannung)
Die Spannung, bei der ein PV-Modul seine maximale Leistung abgibt. Grundlage für eine korrekte MPP-Auslegung und Wechselrichterkompatibilität.
Verpolung
Falsch angeschlossene Plus- und Minusleitungen im DC-Bereich. Kann Komponenten beschädigen und führt häufig zu Fehlermeldungen oder Anlagenstillstand.
Verschattung
Schattenwurf durch Bäume, Kamine oder andere Objekte. Führt zu Ertragsverlusten, Hotspots und MPP-Verschiebungen im Modulstring.
Verstringung
Art und Weise, wie PV-Module zu einem oder mehreren Strings verschaltet werden. Zentral für die Planung und den optimalen Betrieb der Anlage.
Verbrauchsprofil
Typischer Tages- oder Jahresverlauf des Stromverbrauchs eines Haushalts. Wichtige Grundlage für Speichergrößen und Anlagenplanung.
Volt (V)
Einheit der elektrischen Spannung. Wichtige Größe zur Bewertung von Stringspannungen, Batterien und Wechselrichtern.
Wirkungsgrad
Verhältnis zwischen aufgenommener Sonnenenergie und erzeugter elektrischer Energie. Wichtiger Kennwert für Module, Wechselrichter und Gesamtsysteme.
Wechselrichter
Kernkomponente einer PV-Anlage, die Gleichstrom (DC) der Module in netzkonformen Wechselstrom (AC) umwandelt. Übernimmt zudem MPP-Tracking, Schutzfunktionen und Kommunikation.
Wattpeak (Wp)
Maßeinheit für die Nennleistung eines PV-Moduls unter Standard-Testbedingungen (STC). Grundlage für Leistungsvergleich und Anlagenplanung.
Wallbox
Ladestation für Elektrofahrzeuge, die oft mit PV-Anlagen kombiniert wird. Ermöglicht Überschussladen und intelligentes Lastmanagement.
Windlast
Mechanische Belastung der PV-Unterkonstruktion durch Wind. Wichtiger Faktor für Statik, Befestigung und Auslegung von Dach- und Freilandanlagen.
Wärmepumpe
Heizsystem, das Umweltwärme nutzt und oft in Kombination mit PV betrieben wird. Erhöht den Eigenverbrauch und reduziert Heizkosten.
Wechselstrom (AC)
Elektrischer Strom, dessen Richtung regelmäßig wechselt. Wird im öffentlichen Netz verwendet und vom Wechselrichter aus dem PV-Gleichstrom erzeugt.
Wirkleistung
Der nutzbare Anteil der elektrischen Leistung, gemessen in Watt. Entscheidend für Verbrauch, Einspeisung und Wechselrichterbetrieb.
X-Richtung
Bezeichnet die horizontale Achse im 3D-Koordinatensystem von PV-Planungs- und Simulationsprogrammen. Sie wird verwendet, um Modulpositionen, Verschattungsanalysen, Gebäudemodelle und Windlastberechnungen präzise darzustellen.
Yield (Ertrag)
Bezeichnet den Energieertrag einer PV-Anlage über einen bestimmten Zeitraum. Wird häufig als Tages-, Monats- oder Jahresertrag in kWh oder spezifisch in kWh/kWp angegeben.
Y-Stecker
Adapter zur Parallelschaltung von PV-Modulen oder Strängen, typischerweise als MC4-Y-Stecker. Ermöglicht das Zusammenführen mehrerer Leitungen und wird vor allem bei kleinen Anlagen oder Balkonkraftwerken verwendet.
Zellverbund
Gesamtheit aller innerhalb eines PV-Moduls verschalteten Solarzellen. Der Zellverbund bestimmt Strom, Spannung und Leistungsfähigkeit des Moduls.
Zellwirkungsgrad
Wirkungsgrad einer einzelnen Solarzelle. Er beeinflusst direkt den Modulwirkungsgrad und bestimmt, wie viel elektrische Energie pro Fläche erzeugt werden kann.
Zyklenfestigkeit
Gibt an, wie viele Lade- und Entladezyklen ein Batteriespeicher durchläuft, bevor seine Kapazität messbar nachlässt. Wichtige Größe für Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit.
Zuleitung
Elektrische Leitung, die Komponenten einer PV-Anlage verbindet, z. B. Module mit dem Wechselrichter oder Wechselrichter mit dem Zählerschrank.
Zentralwechselrichter
Großformatiger Wechselrichter, der viele PV-Strings bündelt und vor allem in Gewerbe- und Freiflächenanlagen eingesetzt wird. Hohe Leistung, zentrale Wartung.
Zweirichtungszähler
Misst sowohl den Strombezug aus dem öffentlichen Netz als auch die Einspeisung der PV-Anlage. Grundlage für Abrechnung, Eigenverbrauch und Vergütung.
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