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Überspannungsschutz für PV-Anlagen

Überspannungsschutz schützt Wechselrichter, PV-Module, Speicher und elektrische Anlagen vor Schäden durch Überspannungen. Solche Überspannungen können zum Beispiel durch indirekte Blitzeinwirkungen, Schalthandlungen im Netz oder Einkopplungen in lange Leitungen entstehen. Gerade PV-Anlagen sind durch ihre Leitungswege auf dem Dach und zwischen Generator, Wechselrichter und Hausverteilung besonders zu beachten.

AC- und DC-Seite richtig betrachten

Bei PV-Anlagen muss Überspannungsschutz nicht nur auf der AC-Seite im Zählerschrank oder in der Unterverteilung betrachtet werden, sondern auch auf der DC-Seite zwischen Modulen und Wechselrichter. Je nach Anlagenaufbau können Überspannungsableiter in der Nähe des Wechselrichters, im Generatoranschlusskasten oder an weiteren Stellen sinnvoll oder erforderlich sein. Entscheidend ist das konkrete Schutzkonzept.

Typ 1, Typ 2 und Kombiableiter

Welche Schutzgeräte eingesetzt werden, hängt unter anderem davon ab, ob ein äußerer Blitzschutz vorhanden ist, wie die Leitungen geführt werden und welche Anforderungen die Elektroinstallation stellt. Typ-2-Ableiter werden häufig zum Schutz gegen Überspannungen eingesetzt. Bei Gebäuden mit äußerem Blitzschutz oder besonderen Einspeisebedingungen können Typ-1- oder Kombiableiter relevant werden. Die konkrete Auswahl gehört in die Planung durch eine Elektrofachkraft.

Leitungslängen und Einbauort

Der Einbauort ist wichtig, weil Überspannungsschutz möglichst nahe an den zu schützenden Geräten wirken soll. Bei längeren Leitungswegen können zusätzliche Schutzgeräte erforderlich oder sinnvoll sein. Besonders bei Wechselrichtern, die weiter entfernt vom Generatorfeld oder vom Zählerschrank montiert sind, sollte das Schutzkonzept nicht pauschal, sondern anlagenspezifisch geprüft werden.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Wichtig sind Netzform, vorhandener Blitzschutz, Leitungslängen, DC-Spannung, Anzahl der MPP-Tracker, Wechselrichterstandort, Generatoranschlusskasten, Zählerschrank und vorhandene Schutztechnik. Überspannungsschutz sollte immer passend zur gesamten Anlage geplant werden und nicht nur als einzelnes Zubehörteil betrachtet werden.

Häufige Fragen

Warum ist Überspannungsschutz bei PV-Anlagen wichtig?

Überspannungsschutz kann Wechselrichter, PV-Module, Speicher und elektrische Komponenten vor Schäden durch Überspannungen schützen. Besonders PV-Anlagen haben durch Dachflächen und längere Leitungswege ein erhöhtes Risiko für eingekoppelte Überspannungen.

Braucht eine PV-Anlage Überspannungsschutz auf AC- und DC-Seite?

Je nach Anlagenaufbau kann Überspannungsschutz sowohl auf der DC-Seite zwischen Modulen und Wechselrichter als auch auf der AC-Seite Richtung Hausverteilung sinnvoll oder erforderlich sein. Die konkrete Ausführung hängt vom Schutzkonzept der Anlage ab.

Was ist der Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2?

Typ-1-Ableiter werden vor allem für Blitzströme und Anlagen mit äußerem Blitzschutz relevant. Typ-2-Ableiter schützen gegen Überspannungen. In manchen Fällen werden Kombiableiter Typ 1+2 eingesetzt. Die Auswahl sollte durch eine Elektrofachkraft erfolgen.

Wo wird Überspannungsschutz eingebaut?

Überspannungsschutz wird je nach Anlage in der Nähe des Wechselrichters, im Generatoranschlusskasten, in der Unterverteilung oder im Zählerschrank eingebaut. Wichtig ist, dass die Schutzgeräte passend zum Leitungsweg und zu den zu schützenden Komponenten platziert werden.

Kann Überspannungsschutz nachgerüstet werden?

Ja, Überspannungsschutz kann häufig nachgerüstet werden. Dabei sollten vorhandene Leitungswege, Wechselrichterstandort, Zählerschrank, DC-Verkabelung und vorhandene Schutztechnik geprüft werden. Die Nachrüstung muss fachgerecht erfolgen.

Welche Angaben sind für die Auswahl wichtig?

Wichtig sind Anlagenleistung, Wechselrichtermodell, Anzahl der Strings, DC-Spannung, Leitungslängen, vorhandener Blitzschutz, Netzform, Zählerschrank und Einbauort der Schutzgeräte.