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Wallboxen für das Laden mit eigenem Solarstrom

Wallboxen ermöglichen das sichere und komfortable Laden eines Elektroautos zu Hause oder im Betrieb. Besonders interessant werden sie in Verbindung mit einer PV-Anlage, wenn möglichst viel eigener Solarstrom ins Fahrzeug geladen werden soll. Je nach Wallbox, Wechselrichter, Smart Meter und Energiemanagement sind Funktionen wie PV-Überschussladen, zeitgesteuertes Laden oder Ladebegrenzung möglich.

PV-Überschussladen richtig einordnen

Beim PV-Überschussladen wird das Elektroauto bevorzugt dann geladen, wenn genug Solarstrom verfügbar ist. Dafür muss das System wissen, wie viel Strom gerade erzeugt, im Haus verbraucht und ins Netz eingespeist wird. Häufig werden dafür ein kompatibler Smart Meter, eine passende Wallbox und eine Steuerung über Wechselrichter, App oder Energiemanagementsystem benötigt.

Einphasig, dreiphasig und Ladeleistung

Wallboxen unterscheiden sich unter anderem nach Ladeleistung, Phasenumschaltung, Kommunikation und Steuerungsmöglichkeiten. Für viele private Anwendungen sind 11kW Wallboxen üblich. Technisch wichtig ist aber nicht nur die maximale Ladeleistung, sondern auch, ob die Wallbox flexibel mit PV-Überschuss umgehen kann und ob sie zum vorhandenen Hausanschluss und Energiesystem passt.

Netzanschluss und Steuerbarkeit beachten

Wallboxen sind elektrische Verbrauchseinrichtungen und müssen fachgerecht installiert werden. Je nach Leistung, Netzbetreiber und aktueller Regelung können Anmeldung, Genehmigung oder Steuerbarkeit relevant sein. Besonders bei neuen steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sollte früh geprüft werden, welche Vorgaben der Netzbetreiber macht und wie die Wallbox in das Mess- und Steuerkonzept eingebunden wird.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Wichtig sind Fahrzeug, Ladeleistung, Hausanschluss, PV-Anlage, Wechselrichter, Smart Meter, gewünschtes PV-Überschussladen, Lastmanagement, App-Funktionen, Zugangsschutz und mögliche spätere Erweiterungen. Bei Mehrfamilienhäusern, Gewerbe oder mehreren Ladepunkten wird zusätzlich ein durchdachtes Lastmanagement wichtig.

Häufige Fragen

Wann ist eine Wallbox mit PV-Anlage sinnvoll?

Eine Wallbox ist besonders sinnvoll, wenn ein Elektroauto regelmäßig zu Hause oder im Betrieb geladen wird und möglichst viel eigener Solarstrom genutzt werden soll. In Verbindung mit Smart Meter und Energiemanagement kann die Ladung besser an den PV-Überschuss angepasst werden.

Kann jede Wallbox PV-Überschussladen?

Nein. Für PV-Überschussladen müssen Wallbox, Messsystem und Steuerung zusammenpassen. Häufig werden ein kompatibler Smart Meter, ein Wechselrichter- oder Energiemanagementsystem und eine Wallbox mit passender Kommunikationsschnittstelle benötigt.

Was ist der Unterschied zwischen 11kW und 22kW Wallbox?

Eine 22kW Wallbox kann theoretisch schneller laden, benötigt aber einen entsprechend geeigneten Hausanschluss, ein passendes Fahrzeug und meist zusätzliche Abstimmung mit dem Netzbetreiber. Für viele private Anwendungen reicht eine 11kW Wallbox aus.

Was bedeutet Lastmanagement bei Wallboxen?

Lastmanagement sorgt dafür, dass der Hausanschluss nicht überlastet wird. Die Ladeleistung wird dabei an den aktuellen Stromverbrauch im Gebäude angepasst. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere große Verbraucher oder mehrere Ladepunkte vorhanden sind.

Muss eine Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden?

Wallboxen müssen je nach Leistung und Netzbetreiber angemeldet oder genehmigt werden. Außerdem können Vorgaben zur Steuerbarkeit relevant sein. Die konkrete Prüfung und Installation sollte durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen.