Generatoranschlusskästen (GAK)

Generatoranschlusskästen, kurz GAK, bündeln und schützen DC-Stromkreise einer Photovoltaikanlage zwischen Solarmodulen und Wechselrichter. Je nach Ausführung können Stringanschlüsse, Sicherungen, Trennmöglichkeiten und Überspannungsschutz integriert sein. Bei der Auswahl sind Anzahl der Strings und MPP-Tracker, maximale DC-Spannung, Strombelastbarkeit, Schutzkonzept, Steckverbinder und die elektrische Auslegung des Wechselrichters entscheidend.

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Generatoranschlusskästen auf der DC-Seite
Ein GAK bildet eine Schnittstelle zwischen den PV-Strings auf dem Dach und dem Wechselrichter. Je nach Anlagenkonzept können dort mehrere Strings geordnet zusammengeführt und zusätzliche Schutz- oder Trennkomponenten integriert werden.

Stringanzahl und MPP-Tracker richtig zuordnen
Die Ausführung muss zur elektrischen Planung der PV-Anlage passen. Besonders wichtig ist, wie viele Strings vorhanden sind, welche Ströme auftreten und auf welche MPP-Tracker des Wechselrichters die Leitungen geführt werden.

Schutzkomponenten sind ausführungsspezifisch
Nicht jeder Generatoranschlusskasten ist identisch ausgestattet. Je nach Produkt können Überspannungsschutz, String-Sicherungen, Lasttrennschalter oder weitere Komponenten enthalten sein. Deshalb sollte die konkrete Stückliste beziehungsweise das Datenblatt geprüft werden.

Spannung, Strom und Stecksystem beachten
Maximale DC-Spannung, zulässiger Strom und die verwendeten Anschlüsse müssen mit Modulen, Leitungen und Wechselrichter übereinstimmen. Bei PV-Steckverbindern sollte außerdem auf systemkonforme und freigegebene Kombinationen geachtet werden.

GAK als Teil des gesamten Schutzkonzepts
Ein Generatoranschlusskasten sollte nicht isoliert betrachtet werden. Position, Leitungswege, vorhandener Überspannungsschutz, Gebäudeschutz und Wechselrichterausstattung gehören gemeinsam in die Anlagenplanung.

Häufige Fragen

Was ist ein Generatoranschlusskasten bei einer PV-Anlage?

Ein Generatoranschlusskasten befindet sich auf der DC-Seite der Photovoltaikanlage und kann mehrere Modulstrings zusammenführen sowie Schutz- und Schaltfunktionen aufnehmen. Der genaue Aufbau hängt von der jeweiligen Ausführung ab.

Wann wird ein GAK benötigt?

Ein GAK kann besonders bei mehreren Strings, längeren DC-Leitungswegen, größeren Anlagen oder einem projektspezifischen Schutzkonzept sinnvoll sein. Ob und welche Ausführung benötigt wird, hängt von Wechselrichter, Stringplanung und Elektroplanung ab.

Ist im GAK immer ein Überspannungsschutz enthalten?

Nein. Die Ausstattung unterscheidet sich je nach Produkt. Manche Generatoranschlusskästen enthalten Überspannungsableiter, Sicherungen oder Trenneinrichtungen, andere sind anders aufgebaut. Deshalb sollten Datenblatt und konkrete Ausführung geprüft werden.

Wie wähle ich den passenden Generatoranschlusskasten aus?

Entscheidend sind Anzahl und Strom der PV-Strings, Anzahl der MPP-Tracker, maximale Systemspannung, Anschlusstechnik, Schutzkomponenten und die Zuordnung zum Wechselrichter. Die elektrische Auslegung muss zum gesamten DC-System passen.

Kann jeder GAK mit jedem Wechselrichter verwendet werden?

Nicht automatisch. Auch wenn ein GAK grundsätzlich herstellerunabhängig aufgebaut sein kann, müssen Stringanzahl, Spannungs- und Stromwerte, MPP-Tracker-Zuordnung und Schutzkonzept zur jeweiligen Anlage passen.

Wer sollte einen Generatoranschlusskasten installieren?

Die Installation gehört zur elektrischen DC-Seite der Photovoltaikanlage und sollte fachgerecht durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte erfolgen. Dabei sind Planung, Leitungsführung, Schutzkonzept und Herstellerangaben zu beachten.