Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz)

Netz- und Anlagenschutz überwacht wichtige Netzparameter am Netzanschlusspunkt und unterstützt die sichere Trennung einer Erzeugungsanlage vom öffentlichen Stromnetz, wenn vorgegebene Grenzwerte oder Betriebsbedingungen nicht eingehalten werden. Solche Lösungen werden insbesondere bei größeren Photovoltaikanlagen und gewerblichen Netzanschlüssen relevant. Für die Auswahl sind Anlagenleistung, Netzanschluss, Schaltkonzept, Messung, benötigte Komponenten und die Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers entscheidend.

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  • enwitec Netz- und Anlagenschutz NA4105 – Produktansicht

Schutzfunktion am Netzanschlusspunkt
Bei größeren Erzeugungsanlagen reicht die Betrachtung einzelner Wechselrichter oft nicht aus. Der Netz- und Anlagenschutz überwacht definierte Netzbedingungen und wirkt mit der Schalttechnik der Anlage zusammen, damit die Erzeugung im vorgesehenen Fehler- oder Grenzfall vom Netz getrennt werden kann.

NA-Schutz ist kein Überspannungsschutz
Beide Begriffe gehören zur elektrischen Sicherheit, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Überspannungsschutz begrenzt schädliche Spannungsspitzen. Der NA-Schutz überwacht dagegen den Netzbetrieb und steuert die vorgesehene Abschaltung beziehungsweise Trennung der Erzeugungsanlage.

Komplettlösung oder einzelne Komponenten
Je nach Hersteller werden vormontierte Lösungen mit Schutzgerät und Schalttechnik angeboten oder einzelne Komponenten projektspezifisch kombiniert. Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, welche Bestandteile bereits enthalten sind.

Anlagenleistung und Netzanschluss beachten
Die passende Ausführung hängt von Anlagengröße, Netzanschluss, Strombelastbarkeit, Schaltkonzept und vorhandener Verteilung ab. Gerade bei gewerblichen Anlagen sollte die Dimensionierung früh mit der übrigen Elektroplanung abgestimmt werden.

Netzbetreiber und Projektvorgaben einbeziehen
Die konkrete Umsetzung ist nicht bei jeder Anlage identisch. Anforderungen können sich nach Netzanschluss und Projekt unterscheiden. Deshalb sollte die geplante Lösung vor Bestellung und Inbetriebnahme mit den zuständigen Fachplanern und den projektspezifischen Vorgaben abgeglichen werden.

Häufige Fragen

Was bedeutet Netz- und Anlagenschutz bei Photovoltaik?

Der Netz- und Anlagenschutz überwacht relevante Bedingungen am Netzanschluss und sorgt im vorgesehenen Anlagenkonzept dafür, dass die Erzeugungsanlage bei unzulässigen Netzsituationen sicher getrennt werden kann.

Wann wird ein externer NA-Schutz benötigt?

Ob ein separater NA-Schutz erforderlich ist, hängt unter anderem von Anlagenleistung, Netzanschlusskonzept, vorhandenen Schutzfunktionen und den Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers ab. Das sollte projektspezifisch geplant werden.

Ist der NA-Schutz das Gleiche wie Überspannungsschutz?

Nein. Überspannungsschutz schützt elektrische Komponenten vor hohen transienten Spannungen. Netz- und Anlagenschutz überwacht dagegen Netzbedingungen und ist Bestandteil des Schutz- und Abschaltkonzepts einer Erzeugungsanlage.

Gehört zum NA-Schutz auch ein Kuppelschalter?

Je nach Systemkonzept arbeitet der NA-Schutz mit geeigneten Schaltorganen beziehungsweise Kuppelschaltern zusammen. Ob diese bereits Bestandteil einer Komplettlösung sind oder separat vorgesehen werden, hängt vom jeweiligen Produkt und Projekt ab.

Wie wird die richtige Leistungsklasse ausgewählt?

Die Auswahl orientiert sich an der elektrischen Anlage, dem Netzanschluss und der Dimensionierung der eingesetzten Schaltkomponenten. Bei vorkonfigurierten Lösungen sollte die freigegebene Anlagen- beziehungsweise Schaltleistung beachtet werden.

Wer plant und installiert einen NA-Schutz?

Netz- und Anlagenschutz ist Teil der elektrischen Netzanschluss- und Schutzplanung. Auslegung, Parametrierung, Installation und Inbetriebnahme sollten deshalb durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte und in Abstimmung mit den projektspezifischen Vorgaben erfolgen.